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Aktuell: Bis 2016 umstellen auf das besondere elektronische Anwaltspostfach (beA)

beA - Das besondere elektronische Anwaltspostfach

Das beA ermöglicht Rechtsanwälten auf einfache Weise die Teilnahme am elektronischen Rechtsverkehr. Bisher kann hier das Elektronische Gerichts- und Verwaltungspostfach EGVP genutzt werden, um Schriftsätze und andere Dokumente auf elektronischem Weg der Justiz zu übermitteln. Allerdings sind die rechtlichen Grundlagen in den Bundesländern sehr unterschiedlich geregelt. Während einige Bundesländer bereits alle Gerichtsbarkeiten vollständig für den elektronischen Rechtsverkehr geöffnet haben, sind in anderen Ländern die Gerichte bisher nur teilweise über das EGVP erreichbar. Mit dem Gesetz zur Förderung des elektronischen Rechtsverkehrs mit den Gerichten (ERV-Gesetz) wird die Rechtslage bundesweit vereinheitlicht. Sukzessive werden bis spätestens 1. Januar 2020 alle Gerichte elektronisch erreichbar sein.

Das beA löst EGVP-Client ab

Das beA wird das Elektronische Gerichts- und Verwaltungspostfach EGVP für Rechtsanwälte ablösen. Alle Gerichte, die ab dem 1. Januar 2016 am elektronischen Rechtsverkehr teilnehmen, werden über das beA erreichbar sein. Ebenso können die am elektronischen Rechtsverkehr teilnehmenden Gerichte über das beA an Rechtsanwälte zustellen.

Der EGVP-Client wird, so hat es die zuständige Bund-Länder-Kommission beschlossen, zum 1. Januar 2016 abgekündigt. Die Bund-Länder-Kommission hat jedoch im Mai 2015 beschlossen, den EGVP-Client nach dem Abkündigungstermin für alle Nutzer noch bis zum 30.09.2016 auf www.egvp.de bereitzustellen. Der Support für den Client wird zum 01.04.2016 eingestellt. Am 01.10.2016 wird der EGVP-Bürger-Client endgültig abgeschaltet und durch einen Nachfolgeclient, der nur der Verwaltung bereits empfangener Nachrichten dient und für den kein Support geleistet wird, ersetzt.